Die fünf Tage von Tritonus – letzter und neunter Teil

23. April 2010
Freitag: Redest du noch über Mikrophone oder arbeitest du schon?
11.05 Uhr
Auf das Klingeln des Protokollanten an der Tritonustür öffnet Mark, aufgedreht wirkend. Jean ist auch schon da, sagt er. Arbeitet ihr schon? „Nein, wir reden noch über Mikrophone.“

Und, wie ist es gestern gelaufen beim Liedervorspielen mit dem Mann von der Plattenfirma?

Mark: „Super. Wir haben unseren Plattenvertrag verloren.“
Was?
Mark: „Erst hat er nur geschrien.“
Was hat er geschrien?
Mark: „Nichts Artikuliertes. Nur „aaaahhhh“, aaaaarrrrghh!! Dann Sachen wie ‚neiiin!’ und ‚warum?’‚ ‚Warum ich?` Wir haben dann die Polizei holen müssen, es ging nicht anders.“

Wir interpretieren diese Ausführungen dahingehend, dass es wohl ganz gut gewesen sein muss.

11:18 Uhr

Mark, Jean und Ian stehen mit – bildlich gesprochen – hochgekrempelten Ärmeln in der Regie. „Okay, Gentlemen“, sagt Ian. „‚Kreise’.“

Man ist hier, weitere Gitarren für den Song „Kreise“, die erst als Skizzen existieren, richtig einzuspielen. Die drei stehen um das Mischpult rum und hören vor Wochen eingespielte Gitarrenspuren durch. Ein Gitarrendengel dengelt. Ein anderer Dengel dengelt. „Deng-deng-deng-deng-deng-deng-deng-dedl-dedl-dedl-dedl-deng-deng-deng…“ Noch ein anderer Dengel dengelt. Sie werden verglichen. Welcher ist der richtige passende Dengelsound? Ian scheint ein sicheres Gedächtnis für Gitarrendengel zu haben: „Weißt du noch“, sagt er bei einem Dengel, „das war der eine Woche später. It’s definitely cleaner. It hasn’t got that body to it.“ Der Dengel von einer Woche später hat nicht so viel Körper wie der von zuvor.

11:25 Uhr

Rüber in den Aufnahmereaum. Aus einem Berg von übereinandergestapelten Verstärkern und Boxen werden ziemlich viele ausgewählt und in eine ca. 4 qm große Aufnahmebox in der anderen Ecke des Raumes – die Bassbox – geschleppt, in der bereits ein großer HiWatt-Verstärkerturm steht. Die Box ist jetzt sehr voll mit Verstärkern. Mark und Jean rücken in der Enge die Geräte herum wie absurde Möbelpacker in einem „Väter der Klamotte“-Sketch.

Allgemeines Rumgeräume. Angesichtes des Kabel-und-mehr-Salats auf dem Boden formuliert Mark seinen Minimalanspruch in Sachen Ordentlichkeit im Studio: „Es wäre gut, wenn wir die ganz krassen, unnötigen Schlampereien vermeiden könnten.“ Ian sortiert ein paar Schichten verstreut herumliegender Percussionisntrumente aus dem Verhau und macht daraus einen Haufen neben der Tür.

Jean sucht ein Verlängerungskabel. Da hängt ein Kabel an der Wand, das aber irgendwie nicht sicher aussieht – die Stecker nicht vollisoliert modern kompakt, sondern so zusammengeschraubt, wie aus den 80ern, das Kabel dünn und ohne dicke Ummantelung. Ein schlecht isoliertes, irgendwie klappriges Kabel. Warum hängt so ein altes Schrottding hier rum? Das gehört so, das ist ein Trickkabel, erklärt Ian. Manchmal, wenn ein Verstärker ein unerklärliches Brummen absondert, das von irgendeinem Fehlströmchen oder so herrührt, kann man durch Zwischenstöpselung so eines Kabels Erfolg haben und das Brummen geht weg. Elektrizität lebt. Jean ist das zu kitzlig, hängt das Kabel zurück an die Wand.

Jean: „No thanks, I like my life.“
Mark: „We like it, too.“
Ian: „And we need it, for the record.“

11:45 Uhr

Es wird weiterhin herumgeräumt und Mark und Jean brechen in eine lautstarke Interpretation von Falcos „Jeanny“ aus. Aufgeregtes Herumgegacker. Gleich dürfen sie Gitarre spielen. Uff.

Sie räumen sich Plätze frei, entwirren Kabel, schieben Zeugs zur Seite und platzieren ihre „Set-Ups“, Mark lacht sich leicht scheckig: Jean hat ein ca. 1qm großes Brett, auf das ein Dutzend verkabelte Effektpedale geschraubt sind, hochkomplex. Mark hat ein einzelnes, zigarrenkistchengroßes Kästchen mit zwei Knöpfen.

Die bereits angeschalteten Verstärker überall im Raum atmen und summen. Irgendwas pfeift, Ian spitzt die Ohren: „What am I hearing on the whistling front?“

Es wird rumgeforscht im ganzen Raum, wo diese auf- und abschwellende Sirren/Pfeifen herkommt. Es ist höchtwahrscheinlich der Vox-Verstärker, über den Mark spielen wird. Ian macht irgendeinen Trick und dann sirrpfeift der Vox nicht mehr.

Dafür kreischt es jetzt bei Jean drüben regelrecht. Jean steht mit seiner schweinscoolen Duisenberg-Gitarre in der kleinen Box mit den großen Verstärkertürmen. Es piept und pfeift und rauscht. Jean hat ein Abschirmungsproblem oder so. Der Verstärker macht sehr phantasievolle Geräusche, modulierende Fauch-Rausch-Flash-Sounds. Aber er mag nicht clean werden. Jean friemelt an seinem ausladenden Set-Up herum. Wo kommt das Rauschsummen her?

12:16 Uhr

Fast ready to go. Hat man zumindest den Eindruck. Aber es dauert natürlich trotzdem noch ewig. Mark und Jean dengeln hintereinander dengelige Gitarrendengel für Ian, anhand deren der die Einstellungen für die bevorstehende Aufnahme vornimmt, Soundcheck quasi. Minutenlanges „deng-deng-deng-deng-deng“ auf einer Note. Puh.

Und wieder oder immer noch oder immer wieder: Dieses Surrbrummen/Rauschsummen.

Ian: „That’s a hell of a lot of buzz, isn’t it?“
Jean: „Woher kommt’s jetzt wieder? From my Marshall …?“
Ian checkt kurz: „I’m getting it from the Hi-Watt now …“

Wieder einer der Verstärker, über den Jean spielt. Was ist da los? Es summt ganz fürchterlich.

Dann gibt Ian Jean einen Tipp vom Küken: „You know, on the D.I. (oder irgendsoeine Abkürzung für irgendsoein Gerät, die der Protokollant nicht ganz mitgekriegt hat), there’s an OFF switch. Try and turn it off.“

Jean beugt sich runter zu seinem Set-Up-Brett und betätigt einen Schalter. Und knipst damit einfach die komplette Rausch-Summ-Surr-Geräuschkulisse aus. Oh. So einfach kann’s gehen. Man grinst.

12.44 Uhr

Ein Take wird absolviert. Jean und Mark sitzen an ihren Plätzen, Kopfhörer fürs Playback drauf, und dengeln.

12:49 Uhr

Ian: „Come in, have a listen.“

In der Regie wird das Ergebnis des Takes angehört und analysiert. Bestimmte Töne („it’s that honky note in the middle“) und die Gitarrensounds werden genauestens beäugt/behört. Ian hat ein bisschen den „bottom“ rausgenommen, „to get a slighty skinnier guitar sound“, verstehst.

Ian zu Jean: „I like your Marshall sound. I think Mark’s needs more work.“

Offenbar spielt Jean sowohl durch den Hiwatt als auch durch den Marshall in der Bassbox. Ein Signal in zwei riesige Verstärker.

Während über die Boxen das Dengel-Playback dengelt sitzen Jean und Ian an den zwei großen Flatscreens und starren konzentriert auf die für den Laien unentzifferbar aussehenden Oberflächen voll mit 1001 Reglersymbolen, Anzeigen, flackernden Lichtern, Linien und Rastern, wie zwei NASA-Wissenschaftler, die eine Mondlandung leiten. Und reden Fachchinesisch.

Jean: „I thought it sounds rounder with that.“
Ian: „I think it sounds pokier.“
Jean: „Can you use M-Thum without a speaker simulation?“
(M-Thum gibt’s wahrscheinlich gar nicht, aber wir hören auch nicht mehr so gut)

13:02 Uhr

Mark, der mal eben raus musste, kommt vom Telefoniern zurück. „Sorry, nothing is more important than the record, but this was … a very important call.“ Tatsächlich ging es um die Vorhänge für sein Studio, denen Mark seit Tagen hinterhertelefoniert. Nun sieht es in dieser Geschichte nach einem Happy End aus, die Vorhänge werden wohl termingerecht geliefert, wenn Mark sie dann braucht, weil er was aufnehmen will (mit Vorhängen? Egal jetzt.)

Mark und Jean haben wirklich sehr subtile Vorstellungen, was das Design dieser Gitarrensounds angeht. „Das klingt dann ganz schnell billig“, erklärt Mark. Es wird herumtariert an Verzerrungsgraden – in der Strophe sollte mehr gezerrt werden als im Refrain, aber wenn im Refrain mal ein bisschen mehr Gain passiert, ist das auch nicht so schlimm. Offenbar.

Ian: „Wie wär’s so: Mark ein bisschen mehr tube screamer geben und den dann im Refrain abschalten. Das könnte Euch den Unterschied geben, den ihr Euch wünscht.“

Der Tube Screamer ist ein Effektgerät, das Wir Sind Helden gern mal einsetzen, wie Ian schon beobachtet hat.

Ian: „You have lots of tube screamers. You like that pedal. As a band.“
Mark: „We like frogs.“

Jedes wichtige Detail bekommt Aufmerksamkeit. Das ist dieser erste Gitarrenton in den „turnarounds“, das heißt, wenn der Song nach dem Refrain wieder in die Strophe einbiegt, ob man den nicht weglassen sollte, regt Mark an, weil der an dieser Stelle immer mit Judiths Stimme kollidiert.

13.10 Uhr

Jean scheint mit seinem Fachchinesisch am Ende zu sein. Er deutet auf ein Hüllkurvendiagramm auf dem Bildschirm: „I think where the wurst is getting bigger, that’s the chorus.“

13:13 Uhr

Jean schlägt vor, dass er jetzt mal rübergeht und schnell diese problematische Stelle oderdubbt, damit das mal erledigt ist. Es geht da um eine Passage, in der durch einen konzentriert korrekt phrasierten Gitarrendengel-Durchlauf „die Sieben“ herausgearbeitet werden soll. „Just when the ‚ja ja ja’s come,  it’s the seven-clear-clear-seven“, sagt Jean. Der Protokollant rafft nicht wirklich genau, worum es geht, möchte aber nun die konzentriert arbeitenden Musiker auch nicht um Erläuterungen anhauen. Jean soll einen Take durchspielen mit der Phrasierung, die sie sich jetzt ausgedacht haben.

Dann geht Jean rüber in den Aufnahmeraum und legt, das darf man mal so sagen, das Ding hin. Mark kommentiert in der Regie den Take wie ein Sportreporter einen heiklen Slalom-Schlusslauf: „Ja, genau!  Jetzt hier – genau! Jetzt die Sieben – clear – clear – sieben – Jaaaa! Richtig! Perfekt.“ Beinahe Szenenappplaus in der Regie.

Jean: „So in etwa?“
Ian: „That was exactly right.“
Mark: „It put the seven in the right place, it’s really very special now.“

13:25 Uhr

Mark und Jean gehen wieder an ihre Gitarrenplätze.

Zweiter Take. Dengel dengel. Ganz tief in der Rohversion des Songs auf den Kopfhörern die guide vocals, also die Gesangsskizzen von Judith.

„Du bleibst Jahr für Jahr
In einem Käfig aus Glas
Und ziehst weiter und weiter und weiter deine Kreise
Immer entlang an der Käfigwand auf die selbe Weise“, singt Judith

Mark möchte geklärt wissen, wie viele Saiten sie anschlagen sollen beim Dengeln. In der Strophe ja erst mal eine. Dann zwei im Refrain. Dann drei ab der zweiten Hälfte des Refrains.

Mark: „It’s sonically nice, but it could be too much distortion…“

13:48 Uhr

Noch ein Take durch

Ian findet’s gut. „Sonically we’re in a good space. The guitars kinda mix themselves this way, you know, in terms of what attracts your attention.“

13:55 Uhr

Noch ein Take. Zwei Gitarristen dengeln sich eins. Im Aufnahmeraum hört man dabei immer nur diese so isoliert gehört recht eintönigen Gitarrenparts, erst wenn man den Kopfhörer aufsetzt, hört man auch den Kontext, in dem hier gedengelt wird. Toller Kontext.

Marks tube screamer pedal hat bei diesem Take zweimal nicht reagiert, drum läuft’s einmal ohne durch. Beim zweiten Mal war er dann sauer genug, um so heftig draufzulatschen, dass es hingehauen hat.

14:15 Uhr

Jeans Frau Cornelia kommt an, mit Söhnchen Konrad vorm Bauch. Während Vattern gerade im Aufnahmeraum den ca. siebten Dengeldengeldengel-Take für „Kreise“ einspielt.

Sie haben jetzt beschlossen, die beiden Gitarren separat aufzunehmen. Zuerst ist Jean dran.

14:38 Uhr

Jean hat grad einen tollen Take gespielt. Der war „right on the money“, sagt Ian. Es wurde noch eine Veränderung vorgenommen, irgendeine neue Phrasierung, die, sagt Ian, den Übergang da noch „sexier“ macht. Sexy Übergänge ’r’ us.

Jean lernt mal wieder Englisch dazu.

Ian: „Play it in unison.“
Jean: „Jinsn?“
Ian: „Unison.“
Jean: „Jinisn? Oh, unison! Unisono! Jinisn. Okay. Another one for my dictionary.“

14:43 Uhr.

Ian, endlich mal wieder mit seinem tröstlichen Standardsatz: „Okay, one for luck.“

Ian: „Okay, that’s good. Now we’re gonna go to the ‚Schritt’. The ‚Schritt’ bit.“ Ian unterscheidet und benennt die einzelnen Passagen der Songs weiterhin nach Schlüsselwörtern im Text.

14:47 Uhr

Was geht mit Essen? „Ihr könnt mir ja was mitbringen“, sagt Ian, der jetzt on fire ist und wie festgetackert an seinen Maschinen sitzt. Ian muss jetzt kurz diese letzten Takes compen.

Jörg ist gekommen, Pola auch. Judith ist zu Hause, krank. Sie wurde hinterücks von einem Bazillus attackiert und liegt mit einer Darmgrippe – einer leichten Darmgrippe, aber doch – darnieder.

15.00 Uhr

Jetzt kommt Mark dran mit seinen Gitarrentakes.

Mark: „Okay, ich spiel mich noch ein bisschen warm. Jippie!“

Jippie. Das ist die richtige Einstellung! Die anderen machen jetzt erst mal Mittagspause.

Parallel muss Mark an einer Ebay-Auktion dranbleiben, die demnächst endet: ein dolles altes Mikrofon, das momentan noch pulshochtreibend günstig steht. Marks Idealfall sähe so aus: Die Takes einspielen, parallel noch schnell das Schnäppchen des Monats für sein Studio machen und dann schön rechtzeitig den Zug nach Hamburg ins Wochenende kätschen, y.e.s.

16.10 Uhr

Zurück aus der Mittagspause. Mark ist noch da. Fünf Minuten, nachdem er seinen Zug hätte erwischen können, war er mit seinen Takes fertig. Und das Ebay-Mikro hat dann plötzlich so angezogen, dass er nicht mehr mithalten wollte. Mission nicht so ganz erfüllt, aber trotzdem gude Laune.

Der Vorspielabend gestern wird noch mal thematisiert. Ian erzählt, wie er da saß und seine bewährte Methode bei solchen Gelegenheiten anwendete: Pokerface machen. Währenddessen habe er den Plattenfirmenmann beobachet und aus dessen Körpersprache seine Reaktionen auf die Songs herauszulesen versucht. „I checked out what his feet were doing.“

16.22 Uhr

Pola erzählt, was sie noch so vorhaben. Ein paar Covers aufnehmen. Das Album akustisch „mit komischen Instrumenten“ einspielen, als Bonus-CD für die Erstauflage des Albums.

Zwischendurch Philosophisch-Lebenspraktisches von den welterfahrenen Musikern.

Jörg: „Es gibt keinen Rausch ohne Kater.“
Pola: „Da hast du ein großes Wort gelassen ausgesprochen, Jörg.“

Jörg erzählt von der Kohlendioxidvergiftung, die er am Wochenende hatte. Äh, wie bitte? Ein ganz und gar nicht ungefährliches Missgeschick im Bad. Crazyness. Und gestern ist er aus der Kirche ausgetreten.

16:34 Uhr

Noch ein Teepäuschen. Mögen alle ihren Tee English style? Oh please. PG Tips. Pyramid bags. Ian reist immer mit PG Tips. „It’s a good, safe feeling to always have a cup good strong English tea.“

17.00 Uhr

Pola spielt jetzt die fehlenden Toms für „Bring mich nach Hause“ ein.

Nur noch Pola, Jörg und Ian sind da. Wunderschönes Wetter draußen.

Ian: „The dum-du-dumdums feel a little bit lumpy at times, fy’knowhatimean.“

Dann noch das Ride. Das Ride ist ein Becken. Nicht zu verwechseln mit dem Crash.

Ian: „When you played the ride on the take, were you swingin it or straight?“
Pola: „I could play it on the same ride which I crashed.“

Hä?

17:25 Uhr

In der Regie wird geplaudert, der Feierabend steht gefühlt im Raum.

Ian spielt uns was von Yoav vor, eine seiner letzten Produktionen, auf die er erklärtermaßen „actually a bit proud“ ist. Yoav ist ein Sänger und Akustikgitarrist und auf der Platte, die die beiden gemacht haben, meint man, zig verschiedene Instrumente, eine ganze Band, diverse Percussioninstrumente etc. zu hören, aber das ist ALLES mit der Akustikgitarre gemacht. Yoav scheint so etwas wie der Bobby McFerrin der Akustikgitarre zu sein.

Und es stellt sich raus, dass ein paar von Ians ersten Produzentenjobs frühe EPs von Badly Drawn Boy waren, inklusive „Once Around The Block“ und – aargh! – „I Need A Sign“, einer der all-time Lieblingssongs des Protokollanten, wofür der, also ich, ihn, also Ian, jetzt tatsächlich mal umarme. Was für ein netter Mann. Und dann auch noch ein paar der tollsten Songs der letzten zehn Jahre mitproduziert.

18.05 Uhr

Wie’s so ist: Auf einmal unterhält man sich total interessant über Sachen, auf die man die ganze Woche mal hätte kommen können, man könnte vom Hundertsten ins Tausendste kommen. Aber jetzt geht die Zeit aus. Der Zug, der den Protokollanten aus der Heldenhauptstadt hinaustragen wird, geht demnächst vom grausigen Hauptbahnhof aus.

„Josef is leaving the building“, sagt Pola. Er und Ian bleiben zurück, noch ein bisschen Trommeln aufnehmen. Vorne im Studio 1 des Tritonus ist Marianne Rosenberg am Werkeln, da hören sie grad einen Track an. Und der Protokollant fährt jetzt nach Hause, das ganze Aufgeschreibsel compen, editen und bouncen.

Danke für die Aufmerksamkeit. J.W.