
Die Reklamation
Ist das so
Ist das so? Ich meine muss das so?
Ist es so dass dein Blick die Welt in Scheiben sägt
Ist das so? Ich meine muss das so?
Dein Weg muß steinig sein du musst gepeinigt sein
Du musst verrückt sein solltest du dir zu schnell einig sein
Nutz jede Lücke Mücke box dich groß und bück dich klein
Nur wer allein lacht darf am Ende wirklich kleinlich sein
Hast du gehört du sollst den Tag nicht vor der Arbeit loben
Und nach der Arbeit dann im Gleichschritt durch den Abend toben
Willst du für immer weiter zappeln zwischen nichts und oben
Fühlst du dich aufgehoben sag fühlst du dich aufgeschoben?
Wann wurde abgestimmt wer hat das vorgeschlagen?
Ich glaube es stimmt bestimmt aber ich wollte doch mal fragen sag mal:
Ist das so? Ich meine muss das so?
Ist das so? Ich meine muss das so?
Ist das so oder ist es vielleicht viel leichter?
Ist dieses Morgen denn ein Leben ohne Heute wert?
Ist es das wert dass man sich nie gegen die Meute wehrt?
Was ist ein Glück schon wert das nur den Pharmazeuten ehrt
Ist jeder der sich nie beschwert am Ende wirklich unbeschwert?
Ihr könnt so lange wie ihr wollt mit euren Regeln wedeln
So lange Regeln in der Regel nur den Redner edeln
Verflucht ihr weiter nur den Wind in euren trägen Segeln
Ihr könnt so weit ich weiß noch nicht einmal den Regen pegeln
Wann wurde abgestimmt wer hat das vorgeschlagen?
Ich glaube es stimmt bestimmt aber ich wollte doch mal fragen sag mal:
Ist das so?
Rüssel an Schwanz
Tiefer in den Wald wir plätten die Platanen
keiner weiß wieso wohin doch alle ahnen
Hinter jeder Kurve goldene Bananen
Voilà Inspiration
In unserem Wimpernkranz bekriegen sich die Fliegen
Wen stören die Käfer die uns in den Ohren liegen
Wenn dicke Leiber sich in tiefem Frieden wiegen
und breite Stirnen sich an breite Hintern schmiegen
Voilà Integration
Und du gehst Rüssel an Schwanz hinterher
Trampelpfade Hintermann was brauchst du mehr
Den Allerkleinsten die noch viel zu klein zum Tröten sind
Muß man den Rüssel an den Vorderschwanz dranlöten blind-
lings gehen sie sonst alle hundert Meter flöten
und bringen im Unterholz die Schlangen zum Erröten
Voila Assimilation
Bißchen suhlen bißchen buhlen bißchen Wedeln mit den Ohren
Kurz geblinzelt Huch! den Anschluss schon verloren
Ein bißchen flennen bißchen rennen und dann Rumms von hinten rein
In die Verpassten Rüssel tasten fassen Quasten, rasten ein – fein
Und du gehst Rüssel an Schwanz hinterher…
Guten Tag
Meine Stimme gegen ein Mobiltelefon
Meine Fäuste gegen eure Nagelpflegelotion
Meine Zähne gegen die von Doktor Best und seinem Sohn
Meine Seele gegen eure sanfte Epilation
Es war im Ausverkauf im Angebot die Sonderaktion
Tausche blödes altes Leben gegen neue Version
Ich hatte es kaum zu hause ausprobiert da wußte ich schon
an dem Produkt ist was kaputt- das ist die Reklamation
Guten Tag guten Tag ich will mein Leben zurück
Ich tausch nicht mehr ich will mein Leben zurück
Guten Tag ich gebe zu ich war am Anfang entzückt
aber euer Leben zwickt und drückt nur dann nicht
wenn man sich bückt -
Guten Tag
Meine Stimme gegen die der ganzen Talkshownation
Meine Fäuste für ein müdes Halleluja und Bohnen
Meine Zähne gegen eure zahme Revolution
Visionen gegen die totale Television
Es war im Ausverkauf im Angebot die Sonderaktion…
Guten Tag guten Tag ich will mein Leben zurück…
Denkmal
Siehst du da drüben gleich da hinterm Wellblechzaun
Da drüben auf dem Platz vor Aldi haben sie
unser Abbild in Stein gehaun
Komm auf die Straße komm her zu mir
Überall Blumen und Girlanden halb zerknüllt
Sieht so aus als hätten die unser Denkmal heute Nacht
schon ohne uns enthüllt
Hol den Vorschlaghammer
Sie haben uns ein Denkmal gebaut
und jeder Vollidiot weiß
dass das die Liebe versaut
Ich werd die schlechtesten Sprayer
dieser Stadt engagieren
Die sollen Nachts noch die Trümmer
mit Parolen beschmieren
Komm auf die Beine komm her zu mir
Es wird bald hell und wir haben nicht ewig Zeit
Wenn uns jetzt hier wer erwischt sind wir für immer vereint
In Beton und Seligkeit
Hol den Vorschlaghammer
Sie haben uns ein Denkmal gebaut
und jeder Vollidiot weiß
dass das die Liebe versaut
Ich werd die schlechtesten Sprayer
dieser Stadt engagieren
Die sollen Nachts noch die Trümmer
mit Parolen beschmieren
Siehst du die Inschrift da unten bei den Schuhen
Da steht in goldener Schrift wir sollen in Ewigkeit ruhen
Du erkennst mich nicht wieder
Allein
Mein Gesicht sei noch gleich
Und du weißt nicht ob das reicht
Um nicht alleine zu sein
Du erkennst mich nicht wieder
Unerkannt
bin ich die halbe Nacht
noch um die Häuser gerannt
Ich erkenn hier nichts wieder
Alles müde und alt
und ich male uns beide
als Umriss aus Kreide
auf den Asphalt
Du erkennst mich nicht wieder
Unerkannt
hab ich dann drüben im Park
meine Kleider verbrannt
Ich erkenn mich nicht wieder
Nur mein Herz das noch schlägt
Und ich hebe die Arme
um zu sehn ob die warme
Nachtluft mich trägt
Du erkennst mich nicht wieder
Unerkannt
flieg ich ans Ende der Stadt
ans Ende der Welt
und über den Rand
Die Zeit heilt alle Wunder
Wenn du sie gut verschnürst
Bind nur die Stelle gut ab
bis du es gar nicht mehr spürst
Du weißt ein Feuer geht aus
wenn du es länger nicht schürst
und du weißt dass du besser
an alte Wunder nicht rührst
Und auch das größte Wunder geht vorbei
Und wenn es dich nicht losläßt zähl bis drei
Und es geht vorbei es geht vorbei
Es geht vorbei es geht vorbei
Die Zeit heilt alle Wunder
schon nach wenigen Jahren
Die Zeit heilt alle Wunder
schon nach wenigen Jahren
nur noch Narben da wo Wunder waren
Du kommst auf die Welt um ihr den Kopf zu verdrehen
Du lachst über Hunde und deine eigenen Zehen
Du bleibst kaum kannst du laufen alle zwei Meter stehen
und fällst auf die Knie um noch ein Wunder zu sehn
Und am nächsten Wunder ziehen sie dich vorbei
Der der dich am Arm hält zählt bis drei
Und es geht vorbei es geht vorbei
Es geht vorbei es geht vorbei
Die Zeit heilt alle Wunder…
Wann wirst du endlich lernen dir nicht den Kopf zu verdrehen
Du fällst über Hunde und deine eigenen Zehen
Du kannst kaum grade laufen bleibst alle zwei Meter stehen
und fällst auf die Knie damit die Wunder dich sehn
Und das zehnte Wunder zieht an dir vorbei
Du betest dass es stehen bleibt zählst bis drei
Und es geht vorbei es geht vorbei
Es geht vorbei es geht vorbei
Die Zeit heilt alle Wunder…
Die Zeit heilt und alle wundern sich nach all den Jahren
Dass nichts bleibt als ein paar Stunden da wo Wunder waren
Monster
Du sagst du willst mich und du ziehst jetzt bei mir ein
Weißt du ich mag dich und ich mag sogar die Rose
Aber weißt du ich wohn hier nicht allein
Ich glaub du kannst es hören da im Nebenzimmer.
Hörst du es atmen hörst du es kratzen an der Wand?
Denk dir ein großes Tier und denk es dir noch schlimmer -
mein Monster beißt nicht es frisst dich aus der Hand
Kannst du mein Monster halten
Kannst du mein Monster halten
Kannst du mein Monster halten
Kannst du kannst du?
Ein gefräßiges Feuer wärmt ihm seine Glieder
Sein Atem brennt sein Blick ist tot und kalt
Mein Monster ist blind es trampelt alles nieder
Wenn es sich losreißt rufst du dann vielleicht Halt?
Siehst du die scharfen Krallen?
Siehst du die Zähne?
Hörst du das Grollen tief in seinem Bauch?
Ich seh deine Beine zittern –
nur dass ich´s erwähne -
wenn ich das merke merkt mein Monster das auch
Kannst du mein Monster halten – Hältst du es aus?
Kannst du mein Monster halten – ansonsten
Raus
Heldenzeit
Jetten retten Städte sehen Opa nicht im Grab rumdrehen grade stehen
Heldenbrüste schwellen an Schwellenland ist abgebrannt schnell an Land
Sichern kichern weitergehen weiter bitte nichts zu sehen – nichts geschehen
Volksparteien Mittelspur Abgrenzung im Notfall nur zur Fönfrisur
Börsengang Abgesang mitgehangen mitgefangen alle bangen
Dotcomsterben doch nichts erben Brot erwerben Traum in Scherben – weiter werben
Und ein müdes Model zählt voll Frust die Haare auf der Heldenbrust – wieder keine Lust
Lassen sie uns durch lassen sie uns durch wir sind Arzt
Lassen sie uns durch lassen sie uns durch lassen sie uns durch durch durch
Willkommen in der Zeit Helden sind bereit seid ihr soweit
Heldenzeit Heldenzeit seid ihr soweit
Hat irgendwer gesagt es wäre Zeit für Helden?
Willkommen in der Zeit Helden sind bereit seid ihr soweit
Heldenzeit Heldenzeit seid ihr soweit
Wir kommen um die anderen Helden abzumelden
Mit Mittermeier aufgewacht mitgemacht bis Mitternacht Schicht im Schacht
Nullhundertneunzig oder nie jeder kennst die Melodie der Onanie
Jubel Trubel Ehestreit Schmerz ist Trumph berühmt auf Zeit bist du´s Leid?
Spiel verloren kahl geschoren totgepierced und neugeboren – und von vorn
Saufen raufen Kinder taufen immer in die Traufe laufen weiter kaufen
Der Reichtum macht uns alle arm Armut macht uns handzahm – Alarm
Schick verstrickt zu dick zum Glück am Stück verschickt zu tief gebückt Geld zurück
Brauchst du das rauchst du das macht das Spaß schau ins Glas siehst du was
- sag mal siehst du was?
Lassen sie uns durch lassen sie uns durch wir sind Arzt
Lassen sie uns durch lassen sie uns durch lassen sie uns durch durch durch
Willkommen in der Zeit Helden sind bereit seid ihr soweit
Heldenzeit Heldenzeit seid ihr soweit…
Willkommen in der Zeit Helden sind bereit seid ihr soweit
Heldenzeit Heldenzeit seid ihr soweit…
Aurelie
Auch wenn sie schweigt wird sie als wunderbar erkannt
Sie braucht mit Reizen nicht zu geizen
denn ihr Haar ist Meer und Weizen
Noch mit Glatze fräß ihr jeder aus der Hand
Doch Aurélie kapiert das nie
Jeden Abend fragt sie sich
wann nur verliebt sich wer in mich
Aurélie so klappt das nie
Du erwartest viel zu viel
Die Deutschen flirten sehr subtil
Aurélie die Männer mögen dich hier sehr
Schau auf der Straße schaut dir jeder hinterher
Doch du merkst nichts weil sie nicht pfeifen
und pfeifst du selbst die Flucht ergreifen
Du mußt wissen hier ist weniger oft mehr
Ach Aurélie in Deutschland braucht die Liebe Zeit
Hier ist man nach Tagen erst zum ersten Schritt bereit
Die nächsten Wochen wird gesprochen
sich auf´s Gründlichste berochen
und erst dann trifft man sich irgendwo zu zweit
Aurelie so klappt das nie…
Aurélie so einfach ist das eben nicht
Hier haben andre Worte ein ganz anderes Gewicht
All die Jungs zu deinen Füßen
wollen sie küssen auch die Süssen
aber du du merkst das nicht
wenn er dabei von Fußball spricht
Ach Aurélie du sagst ich solle dir erklären
wie in aller Welt sich die Deutschen dann vermehren
wenn die Blumen und die Bienen in Berlin nichts tun als grienen
und sich nen Teufel um Bestäubungsfragen scheren
Aurélie so klappt das nie…
Müssen nur wollen
Eine Hand trägt die Welt und die andere bietet Getränke an?
Ich kann mit allen zehn Füßen in zwanzig Türen
und mit dem elften in der Nase
noch Ballette aufführen
Aber wenn ich könnte wie ich wollte würde ich gar nichts wollen
Ich weiß aber dass alle etwas wollen sollen -
Wir können alles schaffen genau wie die tollen
dressierten Affen wir müssen nur wollen
wir müssen nur wollen wir müssen nur wollen
Wir müssen nur
Muss ich immer alles müssen was ich kann
Eine Hand in den Sternen
die andere im Hintern vom Vordermann?
Das ist das Land der begrenzten Unmöglichkeiten
Wir können Pferde ohne Beine rückwärts reiten
Wir können alles was zu eng ist mit dem Schlagbohrer weiten
Können glücklich sein und trotzdem Konzerne leiten
Wir können alles schaffen genau wie die tollen
dressierten Affen wir müssen nur wollen
wir müssen nur wollen wir müssen nur wollen
Wir müssen nur
Ausser dir
Nicht glücklich weil nicht neben dir
Und ich
rufe dich nur an
um dich zu fragen
kann es sein
daß ich
bei meinem letzten Besuch
bei dir
verlor was ich jetzt such
Ich fühl mich unwohl
ohne Kopf in der Straßenbahn
deswegen lern ich kopflos Fahrrad fahren
und ich weiß wahrscheinlich
mit den Jahren
werd ich lernen dabei mein Gesicht zu wahren
Du bringst mich um
Schlaf und Verstand
Für dich geb ich dem
Wahnsinn die Hand
und Rand und Band
ziehen ohne mich auf´s Land
Ich bin außer dir
Ich bin außer dir
Ich bin außer dir
gar nicht hier
Ich betrink mich ohne Maß
Sieht keiner hin
ess ich das Glas auf
Ich mach nur den Geiern noch Spaß
und ich beiß deinen Namen ins Gras
Du bringst mich um
Schlaf und Verstand
Für dich geb ich dem
Wahnsinn die Hand
und Rand und Band
ziehen ohne mich auf´s Land
Ich bin außer dir
Ich bin außer dir
Ich bin außer dir
gar nicht hier
Die Nacht
nahmsweise mal nicht aus
Stell dich zu mir hier ans Fenster
und schau in die Nacht hinaus
Siehst du der Mond hat sich ein Fernglas gebaut
mit dem er nachts in unser Schlafzimmer schaut
Wer hätte das gedacht
dass der Mond so etwas macht
Die Nacht dreht sich um dich allein
Sie will am Tag noch bei dir sein
Die Nacht dreht sich um dich allein
und du schläfst einfach trotzdem ein
Laß die Nacht doch rein
aus Vorsicht mal nicht rein
Der Wind tut so zahm aber wenn du ihn läßt
nistet er sich bei uns ein
Die Nacht dreht sich um dich allein…
Und wenn du seufzt gerät die Welt aus dem Lot
Motoren stottern jede Ampel wird rot
Du bist vom Herzklopfen der Nacht
noch nicht einmal aufgewacht
Die Nacht dreht sich um dich
…. genau wie ich
Von hier an blind
Wenn es passiert
und die, die bei mir sind
Augen auf, schaut euch das an
Wer dafür keine Tränen hat wird morgen blind
Wenn ihr das nicht liebt, was dann
Jeder liebe das so viel er kann
Ein Blitzschlag nur für mich
und die, die bei mir sind
Wer jetzt zweifelt sieht nicht klar
Ganz egal wie viel davon die Zeit sich nimmt
Wer jetzt blinzelt war nicht da
Vielleicht ist es wirklich nur ein Jahr
Aber ich will niemals fragen wo ich war
Wo war ich als das wahr war
Ich will da sein
Wenn die Zeit einfriert
Ich will da sein
Wenn sie explodiert
Und wenn sich dabei
mein Verstand verliert
Ich will da sein
Wenn es passiert
Ein Herz, ein Schlag, ein Blitz
für die, die einsam sind
Augen auf schaut euch das an
Wollt ihr wirklich zählen wie die Zeit verrinnt
Wenn die Welt auch so etwas kann
Vielleicht ist es wirklich nur ein Jahr
Echolot
Das Bett ist ein Floß
und ich will
raus auf´s Meer komm schneid es
los schau
unter uns flüssiges Blei
graue
Schatten ziehen träge vorbei
Sterne und Wasser
Und wir dazwischen
Komm, wir schwimmen
mit den großen Fischen
Ich seh dein Herz
Dein Echolot
Schlägt Wellen in die See
Ich seh dein Herz
Das bisschen rot
Tut nicht lange weh
Ich seh dein Herz
Bleib noch nicht stehen
Ich häng an deinem Mund
Ich seh dein Herz
Ich weiß wir gehen
Tiefer auf den Grund
Hier
Unten tanzt glitzernd der Staub
Wir sinken
selig und taub stumm
wartend und leise ziehen
die Schatten engere Kreise
Von hier an Blind
In der Lücke zwischen zwei Tagen blieb
nichts mehr zu sagen
Kein Leid mehr zu beklagen und ich
Nahm den Wagen
Und ging vor ihm auf die Knie
Ich sagte:
Ich weiß nicht weiter
War ich noch nie
Ich und der Wagen
Und der Bienenschwarm im Magen
Und die Straße die zu schlagen war
Wir haben uns vertragen aber
Vor zwei Tagen
Ging der Wagen in die Knie
Er sagte
Ich weiß nicht weiter
War ich noch nie
Ich weiß nicht weiter
Ich weiß nicht, wo wir sind
Ich weiß nicht weiter
Von hier an blind
Von hier an blind
Von hier an
Ich und mein Magen
Und der Kopf in meinem Kragen gingen
blind getragen von zwei Füßen
Die nichts sagen
Außer:
Gib dich geschlagen
Und geh endlich in die Knie
Ich sagte
Ich weiß nicht weiter
War ich noch nie.
Ich weiß nicht weiter
Und keine Tausend Meter draußen vor dem Tor
Erklang ein Brausen und es sang ein Männerchor
Dann war Stille und dazwischen und davor
Setzte die Pause neue Flausen in mein Ohr
Und ich
Ich weiß nicht weiter
Zuhälter
Oh je.
Stört das beim Bügeln?
Okay:
Zuhälter — Halt!
Zuhälter — Halt!
Zuhälter — Halt!
Zuhälter, haltet euch raus
Aus meiner Liebe
Raus aus meiner Liebe
Ihr schickt meine Liebe auf die Straße
In zu engen Hosen
In billigen Posen
Sie soll ihre Runden drehen
Mit den Kunden gehen
Und wir sollen verstehen
Das ist das kälteste Gewerbe-
Ihr schickt meine Liebe auf die Straße
Um für euch zu laufen
Sie soll sich verkaufen
Sie soll mit jedem mit
Ein kleiner Ritt
Ist ein großer Schritt für
Das kälteste Gewerbe der Welt
Zuhälter — Halt!
Ihr schickt meine Lieder auf die Straße
In zu engen Hosen
In billigen Posen
Sie sollen ihre Runden drehen
Mit den Kunden gehen
Und wir sollen verstehen
Das ist das kälteste Gewerbe-
Ihr schickt meine Lieder auf die Straße
Um für euch zu laufen
Sie sollen sich verkaufen
Sie sollen mit jedem mit
Ein kleiner Ritt
Ist ein großer Schritt
für das kälteste Gewerbe der Welt
Zuhälter — Halt!
Ihr schickt unsere Lieder auf die Straße
In zu engen Hosen
In billigen Posen
Sie sollen ihre Runden drehen
Mit den Kunden gehen
Und wir sollen verstehen
Das ist das kälteste Gewerbe-
Ihr schickt unsere Lieder auf die Straße
Um für euch zu laufen
Sie sollen sich verkaufen
Sie sollen mit jedem mit
Ein kleiner Schritt
Ist ein Schritt zum Hit
für das kälteste Gewerbe der Welt
Ein Elefant für dich
Für meine Arme, aber ich geb dich nicht her
Ich weiß, deine Monster sind genau wie meine
und mit denen bleibt man besser nicht alleine
Ich weiß, ich weiß, ich weiß und frage nicht
Halt dich bei mir fest, steig auf, ich trage dich
Ich werde riesengroß für dich
Ein Elefant für dich
Ich trag dich meilenweiter
Übers Land
Und ich
trag dich so weit wie ich kann
Ich trag dich so weit wie ich kann
Und am Ende des Wegs, wenn ich muss
trage ich dich
trag ich dich über den Fluss
Einer der nicht sollte, weint am Telefon
Und eine die nicht wollte, weint und weiß es schon
Deine Beine tragen dich nicht wie sie sollten
So oft gehen die, die noch nicht weg gehen wollten
Ich weiß, ich weiß und ich ertrag es nicht
Halt dich bei mir fest, steig auf, ich trage dich
Ich werde riesengroß für dich
Ein Elefant für dich
Darf ich das behalten
Behalt meine alten Träume
Kannst sie verwalten wie du willst
Halt die Welt in deiner Gewalt
Aber nimm deine kalten Hände
von meiner Hand
Ich geb dir meinen Verstand dafür
Ich geb dir mein Wort ich will
Für immer stumm sein aber
Nimm das nicht fort von mir
Ich weiß du nimmst alles
Was du willst zu dir
Aber das hier bleibt hier
Darf ich das behalten
Ich geb alles her
Darf ich das behalten
Ich brauche nichts mehr
Darf ich das behalten
Ich brauche nichts mehr als das
Ich brauche nichts mehr
Darf ich das behalten
Ich habs gefunden
Zerknittert und scheu
Saß es zwischen zwei Stunden
Bevor alles neu war
Und zwischen zwei Blicken
Zwei Schritten im Sand
Fand ich’s in meiner Hand
Ich geb dir meinen Verstand dafür
ich geb dir mein Wort
Darf ich das behalten
Ich habs gefunden
Zerschunden und lahm
Hab seine Wunden verbunden
Und jetzt ist es zahm
Siehst du es findet den Weg nicht mehr
Ich kann seine Sprache ich
Lauf hinter ihm her und dann
Läuft es mir nach und ich
Halt es geborgen in meiner Hand
Schlaf bis zum Morgen
Mit dem Rücken zur Wand
Ich geb dir meinen Verstand dafür
Ich geb dir mein Wort
Wütend genug
Und deine Leute?
Ich muss nicht heulen
Ich kenne den Mond
Nicht erst seit heute
Bin ich nicht wütend genug für dich
Und deine Leute?
Ich muss nicht jagen
Das Jagen lasse ich dir
Und deiner Meute
Macht dich das wütend genug
Macht dich das wütend
Genug für mein Ziel
Für meine Liebe, für mein Spiel
Genug für mein Ziel
Nur für dich
Bleibt mir nicht viel
Bin ich nicht wütend genug für dich
Und deine Leute?
Ich muss nicht beißen
Zwischen meinen Zähnen trage ich
Die zappelnde Beute
Macht dich das wütend genug
Macht dich das wütend
Geht auseinander
Nur einer
Siehst du
Es geht
Geht auseinander
Soll das die heiße Liebe sein, die euch verbrennt
zwei Hände auf dem heißen Herd, bis einer flennt
— geht auseinander.
Aber ihr hängt so aneinander, ihr hängt euch aneinander, hängt dran, euch zu ändern, hängt euch auf, erhängt den andern — auseinander.
Zeit nicht zu zweit zu sein
Nur ein Schritt zurück
Aber es war doch Liebe auf den ersten Blick, sagst du
Schon der zweite Blick war schon nicht mehr ganz so schick, sagst du,
Aber wo ein Wille ist, ist immer auch ein Trick,
Und darum haut ihr euch jetzt jeden Morgen eure Augen dick
— geht auseinander.
Aber ihr denkt so aneinander, ihr drängt euch aneinander. Ihr drängt drauf, euch zu ändern, drängt euch auf, verdrängt den andern — auseinander.
Zeit nicht zu zweit zu sein
Nur ein Schritt zurück
Wollt ihr euch wieder verfluchen
Um euch doch wieder zu suchen
Wieder Kaffee trinkend, Kuchen werfend
Traumreisen zu buchen
Wieder reißt ihr euch zusammen
Wieder reißt ihr euch zusammen
Wieder reißt ihr euch zusammen
Alle Haare einzeln raus
Geht auseinander
Nur ein Schritt zurück
Du sagst dein blaues Auge mache dich so sentimental
Kaum zu glauben was ihr beide fühlt ist nicht mehr normal
Zieh dir was an
Uns über die Details der weiblichen Physis endlich aufzuklären
Warum musst du springen wie der Springer dich schuf
Mädchen, hattest du nicht eigentlich einen anderen Beruf
Wenn du mit zwanzig deinen Hintern entdeckst
Und ihn fortan in jede Kamera streckst
Dann passt dein tolles neues Selbstgefühl
perfekt in jedes Marketingkalkül
Zieh dir was an – Mädchen
Wer etwas kann – Mädchen
Zieht dann und wann – Mädchen
Ein Bisschen was an
Irgendwer glaubt immer wieder dran, das wäre erotisch
Aber dein Sex ist total bieder, Mann, total idiotisch
Zu glauben um den Rest der freien Welt zu befreien
Müsste man nackig nach der Reitpeitsche schreien
Du schüttelst den — Money Maker
Aber du bist nicht Josephine Baker
man sieht deine Eltern sind Quäker
Das hat kein Format, dein Geschäker
Zieh dir was an – Mädchen
Was glaubst du, was das bringt, außer dreckigen Zoten
Außer dem kleinen bisschen besseren Quoten
Außer den paar Werbeangeboten
Und einem Erfolg der stinkt wie Hundepfoten
Wofür bewirbst du dich, vom Warten verdirbst du nicht,
von Missachtung stirbst du nicht,
Ach so, und ich glaub dein Chef ist ein Knirps, und du nicht
Gekommen um zu bleiben
So verdammt emporgekommen und immer noch standing tall
Ihr sagt „Was so abgeht must doch bitte come down“
Ich sag den Untergang ab ohne runter zu schauen
Wir gehen nicht, aber wenn wir gehen,
dann gehen wir in Scheiben
Entschuldigung, aber ich sagte:
wir sind gekommen um zu bleiben.
Gekommen um zu bleiben
Wir gehen nicht mehr weg
Gekommen um zu bleiben
Wie ein perfekter Fleck
Gekommen um zu bleiben
Wir gehen nicht mehr weg
Ist dieser Fleck erst in der Hose
ist er nicht mehr raus zu reiben
Entschuldigung, ich glaub
Wir sind gekommen
um zu bleiben
Und ihr singt Dankeschön und auf Wiedersehen
Reicht uns wehende Fahnen, damit unterzugehen
Lebet hoch! Mut kommt vor dem Fall.
Wo Geschwindigkeit ist, wünscht sich der Mensch auch den Knall
Ihr fesselt uns ans Pferd und bittet uns es anzutreiben
Entschuldigung, ich sagte:
Wir sind gekommen um zu bleiben.
Gekommen um zu bleiben
Wir gehen nicht mehr weg
Dann sagt ihr Schau, the end is near, now bitte face your final curtain
Doch wir sind schlau, wir bleiben hier, für die Gesichter, die empörten
Diese Geister singen schief und sind nicht einfach auszutreiben
Entschuldigung, ich sagte:
Wir sind gekommen um zu bleiben.
Wir gehen gehen nicht, aber wenn wir gehen, dann gehen wir in Scheiben
Entschuldigung, ich sagte
Wir sind gekommen um zu bleiben.
Nur ein Wort
Ich denke dass du fühlst
Ich fühle dass du willst
aber ich hör dich nicht ich
hab mir ein Wörterbuch geliehen
dir A bis Z ins Ohr geschrieen
Ich stapel tausend wirre Worte auf
die dich am Ärmel ziehen
Und wo du hingehen willst
Ich häng an deinen Beinen
Wenn du schon auf den Mund fallen musst
Warum dann nicht auf meinen
Oh bitte gib mir nur ein Wort
Bitte gib mir nur ein Oh
Bitte gib mir nur ein
Bitte bitte gib mir nur ein Wort
Es ist verrückt wie schön du schweigst
Wie du dein hübsches Köpfchen neigst
Und so der ganzen lauten Welt und mir
die kalte Schulter zeigst
Dein Schweigen ist dein Zelt
Du stellst es mitten in die Welt
Spannst die Schnüre und staunst stumm wenn
Nachts ein Mädchen drüber fällt
Zu deinen Füssen red ich mich um Kopf und Kragen
Ich will in deine tiefen Wasser
Große Wellen schlagen
Oh bitte gib mir nur ein Wort
In meinem Blut werfen die Endorphine Blasen
Wenn hinter deinen stillen Hasenaugen die Gedanken rasen
Ich werde mein Leben lang üben, dich so zu lieben,
wie ich dich lieben will, wenn du gehst
Zwei Finger an deinem Handgelenk
Ist jeder Herzschlag mein
Zerbrechliches Geschenk
Ich bleibe nicht ruhig aber
Ich kann es lernen
Dann lass ich dich gehen
Irgendwann
Ohne mich zu entfernen
Ich werde mein Leben lang üben
Ich will dass du verstehst.
Ich werde mein Leben lang üben
Dich so zu lieben
Wie ich dich lieben will
Wenn du gehst
So lang werde ich bei dir sein
Zwei Finger an deinem Handgelenk
Fang ich all deine Stunden auf
Und steck sie für dich ein
Ich bleibe nicht ruhig aber
ich kann es lernen
Bist du nicht müde
Du wankst und taumelst, deine Füße zerschunden
Drehst dich im Kreis, bis der Tag verschwimmt
Und hoffst am Ende dass die Nacht dich noch nimmt
Ich find dich am Boden, den Rücken zur Wand
Den Blick zur Tür, zwei Steine in jeder Hand
Gib mir das, ich kann es halten
Gib mir das, ich kann es halten
Wenn du es später noch willst
Kriegst du es wieder
Dann ist alles beim Alten
Bist du nicht müde, nach so vielen Tagen
Dich noch im Dunkeln mit den Schatten zu schlagen
Spuckst heißes Blut aus, du tobst unter Schmerzen
Drehst dich im Kreis, bis die Wände sich schwärzen
Ich find dich am Boden, deine Finger verbrannt
Die heißen Kohlen immer noch in der Hand
Gib mir das ich kann es halten
Bist du nicht müde nach so vielen Jahren
Weißt deine Fragen nicht mehr, kriegst keinen klaren
Satz zusammen, redest wirres Zeug, erstickst an den Worten
Setzt deine Träume aus an trostlosen Orten
Und ich find dich am Boden, du lässt Tontauben fliegen
Allein dein Gewehr muss doch zehn Tonnen wiegen
Soundso
Ode an die Arbeit
Erklär mir Arbeit —
Arbeit? Ja.
Arbeit mein Freund
- Das wird Arbeit
Na los
Na gut:
Also was das Schaf da mit dem Gras macht:
Keine Arbeit — Ach?
Was man später mit dem Schaf macht
Das ist Arbeit – Aha
Generell alles was Spaß macht:
Keine Arbeit – Och
Generell was man im Gras macht
Keine Arbeit — Ach so
Wir singen:
Ohne Arbeit wär das Leben öde
Also sing ich müde meine kleine Ode
An die Arbeit
Und die Lilien auf dem Feld haben:
Keine Arbeit — Na ja, aber
Sie haben kein Ziel, Jens, haben kein Geld, haben
Keine Arbeit — Das geb ich ja auch zu, aber
Aber wer das Feld bestellt hat
Der hat Arbeit — Hm
Und wenn die Welt kein Feld bestellt hat?
Trotzdem Arbeit
Und wenn man ein Zelt auf dieses Feld stellt?
Keine Arbeit — Oh.
Aber wer am Morgen vor dem Zelt bellt
Der hat Arbeit — Ach,
Ein Hund hat Arbeit?
Ja, der Hund hat Arbeit
Wir singen:
Ohne Arbeit wär das Leben öde
Also sing ich müde meine kleine Ode
Ohne Arbeit wär das Leben öde
Also sing ich müde meine kleine Ode
An die Arbeit!
Los und eins und zwei und eins und zwei und: Fertig
An die Arbeit!
Los und eins und zwei und eins und zwei und:
Du bist Preußen!
Eins und zwei und eins und zwei und eins und zwei und: fertig
An die Arbeit!
Los und eins und zwei und eins und zwei und: Schluss
Wofür man morgens aus dem Bett fällt
Das ist Arbeit — Okay das hab ich verstanden
Wer sein Abdomen sich zum Brett stählt:
Das ist Arbeit – Aber das tut doch weh
Also, der Atlas, der die Welt hält
Der hat Arbeit — Ach, jetzt hör aber mal auf
Wer einen Atlas für die Welt hält
Der hat – ?
Und der den Stein da auf den Berg rollt
Der hat Arbeit — Jau
Wer sein Bein hebt, übern Berg tollt:
Keine Arbeit —
Ja, aber Moment mal, was ist mit dem Hund – ?
Nein, der Hund macht Arbeit
Ah ja -
Wir singen:
Ohne Arbeit wär das Leben öde
Also sing ich müde meine kleine Ode
An die Arbeit!
Los und eins und zwei und eins und zwei und: Fertig
An die Arbeit!
Los und eins und zwei und eins und zwei und:
Du bist Preußen!
Eins und zwei und eins und zwei und eins und zwei und: fertig
An die Arbeit!
Los und eins und zwei und eins und zwei und: Schluss
Wer ein Haus baut, einen Baum pflanzt
der hat Arbeit — ja, ist klar
Aber wer aus dem Haus schaut, um den Baum tanzt
der macht Arbeit … na ja, aber wenn…
Jetzt reicht´s aber, ihr beiden:
An die Arbeit!
Die Konkurrenz
begehrst nicht andrer Weib noch Land
Begehren ist dir einerlei
Du pfeifst und singst und fühlst dich frei
Du pfeifst und singst und fühlst dich frei
da zieht wer links an dir vorbei!
Vorbeiziehen ist mir einerlei
sagst du und wirst ganz blass dabei
Die Konkurrenz
Die Konkurrenz schläft nicht
Die Konkurrenz
Die Konkurrenz schläft nicht
Sag´s mir, Hippiekind!
Jetzt stehst du auf dem Dach der Welt
Die Welt hält still und dir gefällt sie
Du atmest tief und fühlst dich hier
Du fühlst dich eins mit Welt und dir
Du fühlst dich eins mit Welt und hier
Steht plötzlich einer neben dir!
Bist eins mit dir und mit der Welt
Bis einer sich für einser hält
Die Konkurrenz
Die Konkurrenz schläft nicht
Sag´s mir, kleiner Punk!
Da zieht wer links an dir vorbei
Sag, was macht das mit dir?
Dem ist dein Pfeifen einerlei
Sag was macht das mit dir?
Da steht ein andrer neben dir und fühlt sich eins
Mit dem was deins war
Nicht seins
Sag, was macht die Konkurrenz?
Du tust die Arbeit Hand in Hand
Seit´ an Seite bestellst das Land
Am morgen geht´s einig und früh aus der Falle
Und ihr singt: Alle für einen! Einer für Alle
Ihr singt: Alle für einen! Einer für Alle
und dann kommt einer und macht alle Anderen alle
Am morgen geht´s eilig und früh aus der Falle
Und du singst: jetzt bin ich der eine und ihr Anderen seid Alle
Die Konkurrenz
schläft nicht
Soundso
Sie sagen es so, wie es ist – So gut kennt dich keiner
Und zwar bist du vom Wesen so und so – So und so! So irgendwie!
- verstehen sie dich, dass macht sie froh – So einer ändert sich nie
Aber nichts davon bestimmt dich, weißt du
nichts davon verglimmt nicht mit der Zeit
nur du bestimmt nicht, weißt du
nichts davon ist wirklich
nichts davon
So und so
Und sowieso bleibt nichts davon
So und so
Und sowieso ist nichts davon
So und so
Glaub mir nichts davon
bist du
So und so warst du schon immer – Genau so, nur kleiner
Im Alter wird so was nur schlimmer – Genau so, nur alleiner
Wie gut, wenn man geliebt wird, wie man ist — So und so, und so allein!
So wie du warst, so wie du bist — Bist das du, musst du das sein?
Aber nichts davon bestimmt dich, weißt du
nichts davon verglimmt nicht mit der Zeit
nur du bestimmt nicht, weißt du
nichts davon ist wirklich
nichts davon
So und so
Und sowieso bleibt nichts davon
So und so
Und sowieso ist nichts davon
So und so
Glaub mir nichts davon
bist du
Dein Vater ist froh, weil er weiß, du bist so und so
Und Mutter ist froh, weil sie weiß, du bist so und so
Dein Haustier ist froh, weil es weiß, du bist so und so,
Dein Lehrer ist froh, weil er weiß, du bist so und so
Die Freunde sind froh, alles klar, du bist so und so
Auf Arbeit: alle froh, alles klar, du bist so und so
Zuhause: alle froh, alles klar, du bist so und so
Und du gehst k.o, weil du weißt du bist so und so
du gehst k.o, weil du weißt du bist so und so
Für nichts garantieren
Siehst du wirklich mich
Siehst du mich wirklich
Siehst du mich wirklich nicht
Du schließt mich ein
In deine Träume
Du schließt mich ein
Du schließt mich ein
Du sagst du willst,
und dass ich bleibe
Bist du dir sicher?
Ich bin nicht sicher
Sag, magst du was du siehst
Oder siehst du, was du möchtest?
Siehst du, was du möchtest
Hält nicht still, es dreht sich
Hältst du es aus oder hältst du es an
Hältst du es klein? Vergeblich
Halt dich raus oder halt dich fest
Achtung, es bewegt sich!
Kommst du mit mir?
Ich kann für nichts garantieren
Oder bleibst du hier?
Ich kann für nichts garantieren
Bleibst du bei mir?
Ich kann für nichts garantieren
Vertraust du mir?
Ich kann für nichts garantieren
Meinst du mich wirklich
Meinst du wirklich mich
Du sagst du willst
Das ich so bleibe
Und zwar für immer
Ich sag: nicht immer.
Du hältst mich fest
In deinen Armen
Du hältst mich fest
Du hältst mich fest
Sag, magst du was du siehst
Oder siehst du, was du möchtest?
Siehst du, was du möchtest
möchte, was es will
Sag, willst du mit, sag, hältst du Schritt,
oder ist dein Tritt zu zaghaft?
Schlag es aus oder schlag ein
Schau, was ein Blitzeinschlag schafft
Kaputt
aber so vieles nicht
Jede der Scherben
spiegelt das Licht
So viel kaputt
aber zwischen der Glut
zwischen Asche und Trümmern
war irgendwas gut
Dein Vater ist kaputt
aber du bist es nicht
Zerbeult und verbogen
und vielleicht nicht ganz dicht
Aber irgendwo darunter bist du seltsam o.k
Beinah unversehrt unter allem, was weh tut
Ich weiß du willst helfen
Ich weiß du grämst dich
Ich weiß du willst abhauen
Ich weiß du schämst dich
Es ist okay jeder soll fliehen der kann
Wenn du den Fluchtwagen fährst
Schnall dich an
So viel kaputt
aber so vieles nicht
Jede der Scherben
spiegelt das Licht
So viel kaputt
aber zwischen der Glut
zwischen Asche und Trümmern
war irgendwas gut
Deine Mutter ist kaputt
aber du bist es nicht
Du trägst dieselben Verbände
Schicht über Schicht
Aber irgendwo darunter
bist du längst schon verheilt
Du hast viel zu lang
ihre Wunden geteilt
Ich weiß du willst helfen
aber du weißt nicht wie
Ich weiß du willst abhauen
aber das könntest du nie
Es ist in okay – jeder soll helfen der kann
Wenn du die Scherben aufhebst
zieh dir Handschuhe an
So viel kaputt
aber so vieles nicht
Du hast es gefunden
Und du musst es tragen
für dich und für alle
die dich danach fragen
Layrinth
wollte unverfroren
deine Haare zerraufen
hab den Halt verloren
jetzt lieg ich dir in den Ohren
Hab dir am Herzen gelegen
die ganze Nacht
Hab nur des Pfadfindens wegen
ein Kreuz hingemacht
und du hast gelacht
Kein Unten kein Oben
Keine Sonne kein Wind
Alle Wege verwoben ich stolpere blind
Kein Unten kein Oben
Keine Sonne kein Wind
Alle Wege verwoben ich stolpere blind
Durch dein Labyrinth
Bin dir am Morgen drei Runden
um den Bart gegangen
abgerutscht und zwei Stunden
an deinen Lippen gehangen
und hab mich wieder gefangen
Ich hab mich in dir verlaufen
wäre fast erfroren
musste den Kompass verkaufen
hab den Faden verloren
und immer wieder von vorn
The Geek shall inherit
und nicht schön genug, um damit durchzukommen?
Weißt du genau, wie es ist, immer raus zu fallen
nur nicht weit genug, um woanders anzukommen?
Es tut weh, so zu sein, wie du solltest
Es tut weh, zu sein, wie du bist – Aber wenn der
Quarterback kommt, um dir die Brille abzunehmen Sag ihm:
Danke, die bleibt wo sie ist
Ich weiß doch:
Die Verletzten sollen die Ärzte sein
Die Letzten sollen die Ersten sein
Sieh es ein: The Meek shall inherit the earth
Die Verletzten sollen die Ärzte sein
Die Letzten sollen die Ersten sein
Die Ersten sehen als Letzte ein:
The Geek shall inherit the earth
Nicht deine Zeit, nicht deine Füße, nicht dein Beat, nicht deine Leute,
deine Welt nicht, und nicht mal dein Schmerz
Du musst hier nicht dazugehören, aber such dir, was zu dir gehört
Du musst nicht tanzen, aber beweg dein Herz
Es tut weh, so zu sein, wie du denkst, dass du solltest
Es tut weh, so zu sein, wie du denkst, dass du bist – Aber wenn die
Homecoming Queen kommt, um dich wach zu küssen
Sag ihr Danke, ich hab nichts vermisst
Ich weiß doch:
Die Verletzten sollen die Ärzte sein
Die Letzten sollen die Ersten sein
Es tut weh, so zu sein, wie du denkst, dass du solltest
wenn dein Lehrer dich fragt, sollen wir uns nicht öfter sehen
Es tut gut, so zu sein, wie du denkst, dass du möchtest
wenn du sagst: Herr, lass diesen Knilch an mir vorübergehen
Endlich ein Grund zur Panik
Endlich ein Grund, los – Panik!
Endlich ein Grund zur Panik
Endlich ein Grund, los!
Endlich ein Zuhause
für deine wilden Träume
Endlich ein Grund – Los, spring!
Zurück auf die Bäume
Endlich ein Zuhause
für deine Schuld
Sag bloß
endlich ein Zuhause
Für deinen Puls, schlag
los
Endlich ein Grund zur Panik
Endlich ein Grund, los — Panik!
Endlich ein Grund zur Panik
Endlich ein Grund, los!
Endlich ein Zuhause
für all die dunklen Gründe
Endlich ein Grund – Los, komm!
Wir schmieden neue Bünde
Endlich ein Tunnel
für deinen Blick
Sag bloß
Endlich ein Baum, ein Strick
und ein Genick
Schlag los
Endlich ein Grund zur Panik
Endlich ein Grund, los – Panik!
Los, Panik!
Endlich ein Zuhause
für all das Unerklärte
Endlich ein Grund – los, jagen
wir die bewährten Bärte
Endlich die Diagnose
für den Verlauf
Sag bloß!
Endlich ein Grund zur Panik
Augen auf, schlag, los!
Der Krieg kommt schneller zurück als du denkst
Wie weit ist weg
wie weit?
Was sind sechzig Jahre?
Ein Wimpernschlag
in der Zeit
Wie lang ist lange vorbei
wie lang wann ist es vorbei
Wie lang ist langweilig lang
wir waren schon lang nicht dabei
Was ist so lustig?
Was ist so lustig an Liebe und Frieden?
Was ist so lustig?
Der Krieg kommt schneller zurück als du denkst
Du kriegst zurück was du verdrängst
Der Krieg kommt schneller zurück, als du denkst
Wie weit ist weit genug weg
Wie weit ist weg?
Na warte
Wie weit ist weit genug weg
Zehn Finger breit
auf der Karte
Wie lang ist lange vorbei
Wie lang wann ist es vorbei
Wie lang ist langweilig langsam
wären wir wieder dabei
Was ist so lustig an Liebe und Frieden?
Was ist so lustig?
Der Krieg kommt schneller zurück als du denkst
Du kriegst zurück was du verschenkst
Der Krieg kommt schneller zurück als du denkst
Du kriegst zurück was du verschenkst
Der Krieg kommt schneller zurück als du denkst
Du kriegst zurück was du verpennst
Der Krieg kommt schneller zurück als du denkst
Du kriegst zurück was du verpennst
Hände hoch
Um dich herum überall Welt
die dich nicht fragt was dir gefällt
die nur sagt: so ist es
Nimm dir Zeit so viel du musst
Aber wehr dich nicht mehr
Behalt den Schmerz in deiner Brust
Aber wehr dich nicht mehr
Nimm deine Hände hoch
Ergib dich
Sprich mir nach: So ist es
Hände hoch
Ergib dich
So ist es
So ist es
Was ist dabei? Du bist umstellt
Was du so fest umklammert hältst
ist nicht mal das was du bestellt hast
Schau dich an: so ist es
Deine Beute ist deine Last
Komm, wehr dich nicht mehr
Wein alle Tränen, die du hast
Aber wehr dich nicht mehr
Nimm deine Hände hoch
Ergib dich
Sprich mir nach: So ist es
Es ist vorbei du bist umstellt
Um dich herum überall Welt
die sich nicht fragt was dir gefällt
und trotzdem manchmal
tut sie´s doch
Ändere alles was du kannst
aber wehr dich nicht mehr
Ändere alles was du musst
aber wehr dich nicht mehr
Stiller
Aus U—Bahn Fahrplaneinzelpunkten.
Aus Oben ohne Ohneboden
Ohne Schweigen
Rastlos, nie ratlos
Niemals Sprachlos
Fehle ich den Worten
Ich versuche mir die Welt zu erklären
Als ob zwischen Punkten Linien wären
Als ob die Worte mir die Welt in Streifen teilten
Ich greife nur und kann nicht begreifen
Was nützten mir meine Hände
Wenn das was sie berührten verschwände
So wie die Dinge wenn die Worte sie finden
Verstummen und sich schweigend entwinden
Ich bin nicht stiller
nur die Worte fehlen
Ich bin nicht stiller
nur die Worte verfehlen ihr Ziel
Ich bin nicht stiller
Ich will so gerne schweigen
und still, viel stiller
auf alles nur zeigen und still
still und schillernd
zeigte sich mir —
Ich versuche mich der Welt zu erklären
Als ob zwischen Funken Linien wären
Als ob die Worte auch nur streifen könnten
Wonach ich greife und ich kann nicht begreifen
Was nützen mir die schönen Gedanken
Die zwischen all den Anderen versanken
Weil das Herz aller Gedanken aus Blei ist
Weil alles was sie finden vorbei ist
Lass uns verschwinden
natürlich die eine – dreht sich längst von alleine
Denkst du nicht auch, wenn wir verschwänden
dass sich genug Andere zum Drehen fänden
Sie würden fragen, wo sind sie hin
Ich werd niemandem sagen, wo ich bin
Lass uns verschwinden – Wir lösen uns auf
Lass uns verschwinden – da kommt keiner drauf
Ein kurzes Glimmen, dann ein Verschwimmen,
dann ein Verschwinden und mit den Jahren
oder auch Stunden, oder Sekunden
schließt sich die Welt da wo wir waren
Sie würden fragen, wo sind sie hin
Ich werd niemandem sagen, wo ich bin
Vielleicht wärst du Seetang, ich wäre Krill
Wir wären der Seegang und dann wären wir still
Über uns Möwen, hungrig und schrill -
aber uns wär egal, ob die Möwe was will
Soll sie doch fragen: wo sind sie hin
Ich werd niemandem sagen wo ich bin
Lass uns verschwinden – Wir lösen uns auf
Lass uns verschwinden – da kommt keiner drauf
Denk eine Nase auf warmem Asphalt,
Der Hund wäre froh, die Nase wär kalt
Das wäre ich — oder auch nicht
Oder auch du — und ich schaute zu
Und sie werden fragen: wo sind sie hin
Der Hund wird nicht sagen, wo ich bin
Bring mich nach Hause
Alles
allein unter Leuten
Sängst traurige Lieder
vom Sein und Bedeuten
vom Schreien und sich Häuten
vom Wollen und nicht Kriegen
von Kriegen und Frieden
vom niemals zufrieden sein
Und plötzlich ein Schlag und du kriechst
auf allen Vieren
Und eine Stimme an deinem Ohr sagt:
Du sollst nicht lamentieren
Sie sagte,
Schluss mit den Faxen
und Schluss mit dem Greinen
Mit einem Tritt in die Haxen und
einem Kuss, der zum Weinen wär,
hielte er dich fest
Und auch wenn du dich wehrtest,
wenn du dir nicht glauben kannst,
dass du es wert bist
Alles ist alles ist alles
Dir ist
alles erlaubt und
alles gegeben
alles geglaubt und
alles vergeben
Und alles wär drin
und alles daneben
Es wär alles getan
und alles vergebens
und gut
Stell dir vor, dass Erlösung nicht nur für Religiöse wär
Rigorose Engel kämen,
die richtig böse wären
Wenn du sonst keinem glaubst,
würdest du glauben,
wenn sie sagten, schau,
wir fixieren deine Schrauben
Wenn sie sagten: Wir nehmen
dir deine Krücken,
sag, würdest du tanzen
oder dich danach bücken?
Weißt du,
alles ist alles ist alles
Dir wär
alles erlaubt und
alles gegeben
alles geglaubt und
alles vergeben und
alles wär drin
und alles daneben
Es wär alles getan
und alles vergebens
Und alles wär alles
alles wär alles wär alles wär alles wär alles
wär gut
Was uns beiden gehört
Mir gehört der Tag und das gleißende Leuchten
der Sonne im Wasser und die aufgescheuchten
Vögel und Rentner und Kinder und Paare
Mein ist das Helle, das Heitere, Wahre
Dir hingegen, dir gehören Katzen und Ratten,
alle, die viel zu viel zu trinken hatten
Dein ist die Dunkelheit, dein ist das Feuer,
alles, was einfach ist und ungeheuer
Uns beiden gehört
das Abendlicht
Das Flackern der Lichter
in unseren Gesichtern
mehr nicht
Uns beiden gehört die Dämmerung
und hier dämmern wir rum
eng umschlungen
Und ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss,
der am Tag noch nicht heißt, dass man bleiben will bis zum Schluss
Ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss,
der nachts noch nicht heißt, dass man morgens noch da sein muss
Sie sagte
Mir gehört die Nacht mit all ihren Schatten
Mein sind der Sex und die besseren Platten
Mein sind die Weite, die Tiefe, die Ferne
Mir allein folgen der Mond und die Sterne
Dir gehören Hunde und Brötchen und Spiele
Dein ist das Bunte, das Große, das Viele
Überschwang, Überfluss, überhaupt alles
unter der Sonne, das ohne Verfall ist
Uns beiden gehört
das Abendlicht
Das Flackern der Lichter
in unseren Gesichtern
Mehr nicht
Uns beiden gehört die Dämmerung
und hier dämmern wir rum
eng umschlungen
Und ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss
der am Tag noch nicht heißt, dass man weiß, man will am Schluss
Ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss
der nachts noch nicht heißt, dass man morgens noch da sein muss
Bring mich nach Hause
Ich brauch einen Freund, der kein Erbarmen kennt,
der mich zu Boden ringt
Ich tobe und rase
ein Tuch mit Äther
über Mund und Nase
Ich brauche tiefste schwarze Nacht
hinter meinen Lidern
Ein Gift gegen den Schmerz
in meinen Gliedern
Ich brauch einen Schuss
Feuer in meine Venen
Ich brauch eine Bahre,
Blaulicht und Sirenen
Ich brauch, ich brauch
Ich brauche
Licht
Bring mich nach Hause,
ich bin schon zu lang hier draußen
Komm und trag mich, frag nicht wieder
wohin
ich will
nach Hause
Ich bin schon zu weit hier draußen
Komm und trag mich
Schlag mich nieder
Ich bin nicht still genug
Ich brauche einen Freund mit weiten Schwingen,
der mich heil nach hause bringen kann
durch die Dunkelheit, den Wind und den Regen,
um mich dann vor meine Tür zu legen
Und dort erst auf der Schwelle
will ich verbluten,
wenn ich still bin, soll der Regen
jede Zelle fluten
Ich brauch, ich brauch
Ich brauche
nichts
Bring mich nach Hause
Ich bin schon zu lang hier draußen
Komm und trag mich, frag nicht wieder
wohin,
ich will
nach Hause
Ich bin schon zu weit draußen
Komm und trag mich
Schlag mich nieder
Ich bin nicht still genug
Flucht in Ketten
und die Kette reißt
an meinem Arm, nur damit ich weiß,
irgendwo im Dunkeln bist du immer noch da
Rahula
Und weit entfernt hör ich Hunde bellen
Ich glaub sie sagen, wir sollen uns stellen, sie sagen,
was soll das werden, was habt ihr vor
In meinem Kopf singen sie im Chor
Sie singen:
Deine Suche nach Ewigkeit und nach
einem Weg aus dem Leid heraus und nach
dem Schwert, das dich befreit
Ein Wettlauf mit der Zeit
Dass das klar ist
Rahula
Eine Flucht in Ketten
ist kein Kinderspiel
Was soll uns noch retten
Ich würd nicht viel
auf uns verwetten
Rahula
Und wenn du fällst,
helf ich dir auf
Die Welt nimmt ihren
und wir unsern Lauf
Und irgendwo im Dunkeln bin ich immer noch da
Rahula
Und tausend Augen glühen matt im Sumpf
Tonnenschwere Leiber gleiten dumpf
zu uns an Land und es kommt mir vor,
als sänge ein Reptilienchor für uns
Deine Suche nach Ewigkeit und nach
einem Weg aus dem Leid heraus und nach
dem Schwert, das dich befreit
Ein Wettlauf mit der Zeit
Seit du da bist
Rahula
Eine Flucht in Ketten
ist kein Kinderspiel
Was soll uns noch retten
Ich würd nicht viel
auf uns verwetten
und auf unser Ziel
Seit du da bist
Rahula
Die Ballade von Wolfgang und Brigitte
dachten alle dort, sie wären ein Paar
Sie hatten zusammen eine Kiste,
nur das mit der Beziehung
war Gitte vielleicht nicht ganz so klar
Und Manfred und Irene waren für alles offen
und Irenes Arme waren es auch
Und wenn Wolf und Brigitte richtig besoffen waren,
dann schliefen sie auf Irenes Bauch
Und am Morgen saßen alle zusammen in der Küche
und Brigitte kraulte Manfred den Bart
Und Irene stand an der Spüle und sang,
nur Wolfgang saß weinend im Bad
Für das Wahre, Schöne, Gute
will jeder gerne bluten
und fühlen, was es zu fühlen gibt
Es war alles schön und gut
Es gibt nichts, was man nicht tut
aber Wolfgang hat Brigitte geliebt
Und sie fuhren nach Südspanien, ihren Horizont zu weiten
und das letzte bisschen Muff zu verlieren
Im dritten Jahr lernten sie die Wellen zu reiten,
nur Wolfgang lernte fotografieren
Auf den Fotos spielen die Kinder im Sand wie bei Bob Dylan
und Muscheln fallen aus ihrer Hand
Wenn die anderen längst schon im Zelt lagen und schliefen
saß Wolfgang alleine am Strand
Für das Wahre, Schöne, Gute
will jeder gerne bluten
und fühlen, was es zu fühlen gibt
Es war alles schön und gut
Es gibt nichts, was man nicht tut
Aber Gitte hat den Wolf nicht geliebt
Dann zog Brigitte nach Ibiza und verkaufte Batiksachen
Wolf kündigte, um bei ihr zu sein
Nach ein paar Wochen sagte Gitte,
ich wollte eigentlich einen Schnitt machen
und frei sein, du engst mich ein
Und noch im Flughafencafé sah er den Flieger landen
Irene kam mit schwerem Gepäck
und einem Aufkleber vom Zoll auf Spanisch, der wohl sagte:
Ich bin angekommen und geh nicht mehr weg
Für das Wahre, Schöne, Gute
will jeder gerne bluten
aber Brigitte hat Irene geliebt
Es war alles schön und gut
Es gibt nichts, was man nicht tut,
aber Manfred hat Gabi geliebt
Für das Wahre, Schöne, Gute
will jeder gerne bluten,
aber Gabi hat Wolfgang geliebt
Es war alles schön und gut
und es brauchte sehr viel Mut,
aber Dieter hat Reinhart geliebt
Es war alles schön und gut
Es gibt nichts, was man nicht tut,
aber Reinhart hat Uschi geliebt
Es war alles schön und gut
Es gibt nichts, was man nicht tut,
aber Wolfgang hat Brigitte geliebt
Dramatiker
stapeln sich Bücher über läppische Wallungen
neben Bänden voller Lieder über Beulen und Schräglagen
und die Wände hallen wieder von Heulen und Wehklagen,
von Heulen und Zähneklapperplappern
Und die Mädchen an den Tischen singen:
Uuuh — und dann ich so und dann er so und dann
Uuuh — der muss doch einfach manchmal meine
Uuuh — und dann ich so und dann er so und dann …
Drama Dramatiker Drama Dramatiker
Drama! Drama!
Drama Dramatiker Drama Dramatiker
Deine Weste ist zu weiß, warte ich frag einen Batiker
Und jede Lotte lässt den Lassi stehen
will mit den Sorgen Gassi gehen
Und so wandern wir denn zwischen Büscheln von Haaren
Unterm Trottoir der Zoff von tausend Jahren
Führen schwarzgraue Wolken an grellbunten Leinen,
uns drunter zu stellen und im Regen zu weinen
Und die Jungs an den Laternen singen:
Uuuh — und dann ich so und dann sie so und dann
Uuuh — Ich brauch doch einfach manchmal meine
Uuuh — Und dann ich so und dann sie so und dann
Uuuh — Was will denn die?
Drama! Drama!
Drama Dramatiker Drama Dramatiker
Dein Weltbild hängt schief, warte ich frag einen Statiker
Drama Dramatiker Drama Dramatiker
Drama! Drama!
Drama Dramatiker Drama Dramatiker
Deine Weste ist zu weiß, warte ich frag einen Batiker
Und die Rentner in den Logen singen:
Uuuh — und dann sie so und dann er so und dann
Uuuh — aber die müssten sich doch einfach einmal
Uuuh — Und dann sie so und dann er so und dann
Uuuh-
Drama Dramatiker Drama Dramatiker
Dein Weltbild hängt schief, warte ich frag einen Statiker
Drama Dramatiker Drama Dramatiker
Drama! Drama!
Drama Dramatiker Drama Dramatiker
Deine Weste ist zu weiß, warte ich frag einen Batiker
Drama Dramatiker Drama Dramatiker
Drama! Drama!
Drama Dramatiker Drama Dramatiker
Du hättest es gern heiliger, ich frag nen Talarsticker
Drama Dramatiker Drama Dramatiker
Drama! Drama!
Drama Dramatiker Drama Dramatiker
Denkst du vielleicht, zerrauft sitzt dein gescheiteltes Haar schicker
Drama Dramatiker Drama Dramatiker
Drama! Drama!
Drama Dramatiker Drama Dramatiker
Wer zu viel frisst aus Frust, verlässt danach oft die Bar dicker
Drama Dramatiker Drama Dramatiker
Drama! Drama!
Drama Dramatiker Drama Dramatiker
Ich weiß Ronaldo macht das auch, aber der ist auch ein Starkicker
23.55: Alles auf Anfang
kriegst sie bis Mitte zwanzig schon wieder gezogen, bist oh
so verschüchtert, verzagt und vernagelt, kein Licht
dringt zu dir, so geplagt bist du, sternhageldicht
Was dich runterzieht, sind deine schweren Arme
Wer schleicht, dem wird leicht kalt, darum schleichst du ins Warme
Du nennst es Weltschmerz, ich nenn es Attitüde
Es ist erst fünf vor zwölf und du bist schon so müde
Ihr sagt: Kein Ende in Sicht
Wir sagen: 5 vor 12, alles auf Anfang
Ihr sagt: Kein Ende in Sicht
Wir sagen: 5 vor 12, alles auf Anfang
Nimm deine Zähne, leg sie unter dein Kissen
und sag der Fee, du möchtest Folgendes wissen:
Warum sinkt mir mein Herz in meine schweren Beine
Ich kann kein Ende sehen von meiner langen Leine
Das, was dich so beschwert, das sind die dicken Bären
die sie dir aufbinden, du könntest dich beschweren
Ob das vom Bein haut, das wäre nur zu klären,
wenn die kleinlauten kleinen Leute
im Kleinen deutlich lauter wären
Ihr sagt: Kein Ende in Sicht
Wir sagen: 5 vor 12, alles auf Anfang
…..
Wer A sagt, muss auch B sagen,
nach dem ganzen ABC fragen
Wer Ach sagt, muss auch wehklagen
Wer Ja sagt auch Ach nee sagen
Fühlst du dich mutlos, fass endlich Mut, los
Fühlst du dich hilflos, geh raus und hilf, los
Fühlst du machtlos, geh raus und mach, los
Fühlst du dich haltlos, such Halt und lass los
Ihr sagt: Kein Ende in Sicht
Wir sagen: 5 vor 12, alles auf Anfang
…..
Ihr sagt: Kein Ende in Sicht
Wir sagen: 4 vor 12, alles auf Anfang
Ihr sagt: Kein Ende in Sicht
Wir sagen: 3 vor 12, alles auf Anfang
Ihr sagt: Kein Ende in Sicht
Wir sagen: 2, 1 auf die 12
Die Träume anderer Leute
Des Vaters Ton war scharf
Die Mutter schüttelt´s Bäumelein
Da fiel herab ein Träumelein
Brav, Kindchen, brav
Und trittst du noch heute vor den Baum
und fragst nach einem eigenen Traum
Ich glaub, dann schüttelt der Baum dich
und sagt: Sei still, jetzt rede ich
Sag: schläfst du anderer Leute Schlaf,
zählst du anderer Leute Schaf,
bist du des Wahnsinns nette Beute,
du träumst die Träume anderer Leute
Du schlafwandelst, du bravwandelst,
du herdentierst, du schafwandelst
den Schäfchen hinterher
Ich glaub, du träumst die Träume anderer Leute
und du versäumst
traumhafte Räume
Ich glaub, du träumst die Träume anderer Leute,
und das, was du versäumst,
ist mehr als das, wovon du träumst
Weißt du, Träume sollten schweben
Und es kann nichts als Regen geben,
wenn die Träume so tief fliegen,
weil sie zum Schweben zu viel wiegen
Tritt doch den Baum noch mal vors Knie
Es kann ja sein, man weiß ja nie,
fragst du den Baum ein zweites Mal,
sind doch nicht alle Äste kahl
Und vielleicht hängt da ein neuer,
bescheuerter, scheuerer,
wenig geheuerer Traum
Und vielleicht ist das dann deiner,
dein einer, alleiner,
den keiner vor dir geträumt
Ich glaub, du träumst die Träume anderer Leute
…
Meine Freundin war im Koma und alles, was sie mir mitgebracht hat,
war dieses lausige T-Shirt
und ich krieg nur
ein lausiges T-Shirt,
das sagt:
du auch du auch
du auch du auch
auch du
du auch du auch
du auch du auch
auch du
Wir wollten alle gerne ein Souvenir
vom Tunnel-Ende
Aber du hattest selber viel Gepäck
und ich weiß, du hast nur zwei Hände
Aber gab´s nicht irgendwas, das sagt:
Es ist okay,
irgendetwas, das uns zeigt,
es tut gar nicht weh
Und nicht
du auch du auch
du auch du auch
auch du
du auch du auch
du auch du auch
auch du
Auch ich wollte ein Souvenir
vom Tunnel-Ende
Aber ich weiß, das weiße Licht rinnt
einem immer durch die Hände
So wie
du auch du auch
du auch du auch
auch du
Also ein Hemd und ohne Taschen,
aber ach, ich will mich nicht beklagen,
vielleicht näh ich noch Taschen drauf
aber dann will ich´s mit Fassung tragen
So wie
du auch du auch
du auch du auch
auch du
Meine Freundin war im Koma
und ich krieg diese lausige Tasse
mit einem kleinen Loch im Boden
für alles, was auch ich nicht fassen kann
Und vorne drauf steht World´s Best Mum
und World´s Best Wife
und World`s Best Friend
Und hinten drauf steht klein gedruckt
dann noch
World´s End
Da steht: du auch du auch
du auch du auch
auch du
du auch du auch
du auch du auch
auch du
Und ich hör noch, wie ich sag,
das warst nicht du
Ich glaub, die Frau im Auto
warst nicht du
Du nicht du nicht
du nicht du nicht
nicht du
Kreise
überall unsichtbare Wände
Du lehnst die heiße Stirn
gegen das Glas
Ein müder Pantomime,
du hebst nicht mal mehr die Hände,
und unter deinen Schuhen
wächst das Gras
Und du fragst,
ist denn alles, was mir noch bleiben soll,
unsichtbare Botschaften zu schreiben?
Ist denn alles, was von mir bleiben soll,
mein S.O.S. im Atem an den Scheiben?
Und du bleibst Jahr für Jahr
in deinem Käfig aus Glas
Und du drehst Kreise um Kreise um Kreise um Kreise um Kreise
Und ja ja ja
Vielleicht macht das ja Spaß,
immer entlang an der Käfigwand,
auf dieselbe Weise
Und du setzt
Schritt vor Schritt vor Schritt
und schreckst ein Stück zurück
Und du sagst ja nein ja
und dazu wiegst du dein Haupt,
ganz genau wie gefangene Tiere
oder Greise
Und ja ja ja
Vielleicht warst du ein Raubtier
Aber jetzt bist du taub und hast Staub
auf den Augen
und brüllst dich heiser
Und du baust Jahr für Jahr
einen neuen Käfig aus Glas
Und du drehst Kreise um Kreise um Kreise um Kreise um Kreise
Und ja ja ja
Vielleicht macht das ja Spaß
Aber du drehst Kreise und weißt doch
Ein Kreis ist noch keine Reise
Im Auge des Sturms
In den Ecken tanzt flüsternd Papier
Ein unruhiger Wind fegt durch die Straßen
und über die Bank, auf der wir vorhin saßen
macht Halt und sucht nach dir
Aber du bist hier bei mir
Still im Auge des Sturms
Die Häuser drängen sich eng aneinander,
sie wären gern woanders als hier
Der Wind reißt gereizt alle Blätter von Bäumen
verknotet die Schnüre an Drachen und Träumen,
sucht Halt und greift nach dir
Aber du bist hier bei mir
Still im Auge des Sturms
Die Stadt starrt geduckt in die gelbgrauen Wolken
mit Augen, die stumpf sind und matt
Ein staubiger Wind wie ein trockener Husten
zerreißt mit fiebriger Hand den verrußten
Himmel über der Stadt
Der Wind wirft sich wütend gegen die Fenster
Er heult wie ein hungriges Tier
Der Sturm peitscht turmhohe Wellen in Pfützen
reißt Dackel von Leinen, stiehlt Kinder und Mützen
macht Halt und brüllt nach dir
Aber du bist hier bei mir
Still im Auge des Sturms
Sand im Auge des Sturms
Nichts, was wir tun könnten
mein Leben ab heute in deiner Hand
Kein Licht schien je klarer und reiner,
kein Schmerz hat je so hell gebrannt
In deinen Augen unendliche Weite
Ein Blick von der anderen Seite
Wir sind verloren,
wir sind verloren
Was unter Schmerzen geboren wird,
muss unter Schmerzen verloren gehen
Es gibt nichts, was wir tun könnten
Es gibt nichts, was wir tun könnten
Es gibt nichts, was wir tun könnten,
außer uns auszuruhen
Ich werd mich nicht bewegen,
den Kopf gesenkt, Genick entblößt,
warte ich auf den Segen
oder den Schlag, der mich erlöst
und mich entlässt in unendliche Weiten
für einen Blick auf die andere Seite
Nichts geht verloren,
nichts geht verloren
Was niemals geboren wird,
kann niemals verloren gehen
Es gibt nichts, was wir tun müssten
Es gibt nichts, was wir tun müssten
Es gibt nichts, was wir tun müssten,
außer uns auszuruhen
Es gibt nichts, was wir tun könnten
Es gibt nichts, was wir tun könnten
Es gibt nichts, was wir tun könnten,
außer uns auszuruhen
Alles auf Anfang
Dumm die, die dumm
Womit beeindruckt man den Held? Ein bisschen Geld wär gut.
Aber wenn der Held sich generell mit jenem Geld schwer tut
Oder sich einfach gerade gern in seinem Zelt ausruht
Dann singt er
Dumm die die Dumm die die dumm die die dumm die die die dumm die die dumm die die dumm die die dumm die die die dumm die die dumm die die dumm die die dumm
Dumm Dumm Dumm
Womit erobert man das Land? Ein bisschen Tand wär gut
Ein Diamant aus Glas, ein Freundschaftsunterpfand wär gut
Ein gülden plastikernes Band für jede Hand wär gut
Und wenn auch nicht grade ein Schloss dann doch ein Dachgeschoss aus Sand -
Doch wer Tand für Hand und Land als nicht so richtig elegant
Und das Freundschaftsunterpfand als ganz gelinde hirnverbrannt abtut
Womit schreibt man sich ins All? Na ja, ein Knall wär gut
Ein wilder Aufstieg ein kometenhafter Fall wär gut
Nur wenn der Knaller sich mit all dem Hall im All schwertut
Und vielleicht denkt dass nur wer n Knall hat sich den Fall antut
Singt er
Dumm die die Dumm die die dumm die die dumm die die die dumm die die dumm die die dumm die die dumm die die die dumm die die dumm die die dumm die die dumm Ist mir zu dumm
Und wer von meiner Pracht umnachtet, dachte
Er hätte die Pracht gepachtet:
Dumm die die Dumm die die dumm die die dumm die die die dumm die die dumm die die dumm die die dumm die die die dumm die die dumm die die dumm die die dumm Ist mir zu dumm
Lonely Planet Germany
Seit zwei Stunden im Café und dann doch kein besserer Plan
Das dicke Buch und ich wir beide
haben versucht es zu erklären
warum bleibt ihr nicht am Südstern
und jagt Berliner Bären
Lonely Planet, lonely Planet
Oh, this is lonely planet Germany
Lonely Planet, lonely Planet
Only partially the hippest place to be
Bleib doch hier, Sahid
So ein Tag vergeht im Flug
Reste —là chez nous Henri
Kreuzberg ist doch grün genug
Und das Grün da draußen ist nicht mehr so grün
wie es mal war
Da sind alle Blätter braun
das ganze Jahr
Lonely Planet, lonely Planet
Oh, this is lonely planet Germany
Lonely Planet, lonely Planet
Only partially the hippest place to be
You should stay, Lehsedi
Ich weiß, du bist Optimist
Bleib doch hier bei uns, Xiao Mei
Und wenn du hier die Hellste bist
Warum willst du uns nicht glauben,
was im Reiseführer steht
Berlin ist immer noch
ein einsamer Planet
Refrain.
Berlin liebt dich
Aber Lichtenberg ist Lichtenberg
Berlin liebt dich
Aber Köpenick ist Köpenick
Berlin liebt dich
Aber in Marzahn, Ach in Marzahn
Berlin liebt dich
Aber Hellersdorf ist Hellersdorf
Berlin liebt dich
Aber Pankow ist doch Pankow ist doch
Berlin liebt dich
Aber Wedding aber Wedding aber
Berlin liebt dich
Aber Friedrichshain ist Friedrichshain
Berlin liebt dich
Aber das hier ist ein anderes Berlin, hier will keiner mit dir um die Häuser ziehen



